Sortieranlage stinkt zum Himmel

NiemegkReporter

Die ehemalige Fläming-Sortieranlage in Rädigke-Neuendorf, auf dessen Gelände sich illegal abgelagerter Müll befindet, stinkt nach wie vor zum Himmel. Da trotz mehrfacher Bemühungen und Proteste noch immer kein Entsorgungstermin in Aussicht steht, haben diese Woche Rabensteins Bürgermeister Ralf Raffelt, Niemegks Bürgermeister Hans-Joachim Linthe und Amtsdirektor Thomas Hemmerling bei Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger vorgesprochen.Die Ergebnisse Wie Hans-Joachim Linthe während der SPD-Versammlung berichtete können als Gesprächsergebnis folgende Punkte angesehen werden: Das Umweltministerium führt Klage dagegen, um den rechtmäßigen Besitzer zu ermitteln. Hintergrund: Die Deutsche Gleisbau Messingen hatte einem 1-Euro-Jobber in Halle/Saale das Grundstück samt Abfall für einen Euro verkauft. Die Krux: Der Verkauf wurde nicht rechtskräftig vollzogen, weil der Eintrag ins Grundbuch nicht erfolgte. Denn der mit dem Papierkram beauftragte Notar verstarb. Die Niemegker Delegation konnte bei bei Umweltminister Jörg Vogelsänger weiter in Erfahrung bringen, dass es zur beabsichtigten Entsorgung der 108 Abfallanlagen im Land Brandenburg tatsächlich eine Prioritätenliste gibt. Nach ihr soll festgelegt sein, welches Gefährdungspotenzial für Mensch und Umwelt jede Anlage hat und somit vordringlich entsorgt werden muss. Auf dieser Liste steht die Fläming-Sortieranlage auf Platz 4. Möglicherweise wird die Entsorgung der hiesigen Anlage zeitlich vorgezogen, hieß es bei der Unterredung beim Minister. Hans-Jochim Linthe wertete: „Es sieht gut aus. Das ist wohl der vehementen Forderungen geschuldet.“ Konkret sprach er Helmut Köppke an. Der SPD-Ortsvereinschef war sich bekanntlich in den vergangenen Monaten nicht zu schade, zahlreiche Postkarten vom „Biosphärenreservat Neuendorf“ an Persönlichkeiten aus Politik und Verwaltung zu verschicken. Dafür war Helmut Köppke zum Teil belächelt worden. Als weiteres Ergebnis wurde protokolliert, dass die ehemalige Fläming-Sortieranlage als künftige Ausgleichsfläche dienen könnte. Das heißt: Wann immer in der Region Natur für Bauzwecke versiegelt wird, soll das Neuendorfer Areal dafür dienen, dass dort Fläche entsiegelt und somit Abfall entsorgt wird. So könnte die Stadt Niemegk ihren Nachweis erbringen, wenn sie das Industriegebiet erweitern will. Bei der Entsorgung wird von Kosten in einem zweistelligen Millionenbetrag ausgegangen.

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