Brandschutz hat hohen Stellenwert

NiemegkReporter

 

Niemegk Amtswehrführer Tino Bastian hat am Montagabend vor den Mitgliedern des Amtsausschusses Niemegk eine beeindruckende Bilanz über die Brandschutzarbeit der freiwilligen Feuerwehren im Jahr 2014 gezogen und die Aufgaben in 2015 benannt. Im laufenden Jahr soll die bestehende Alarm- und Ausrückeordnung überarbeitet und den neuen Gesetzen angepasst werden.

Erneut werden etliche Kameraden am Truppmann-Lehrgang  teilnehmen, den die Stadt Treuenbritzen und das Amt Niemegk gemeinsam organisieren und so die Zusammenarbeit stärken. Im Mittelpunkt steht weiter, die  Qualifizierung der Sprechfunker im Umgang mit dem voriges Jahr eingeführten  Digitalfunk. „Dieser funktioniert bei uns auch. Deshalb hoffen wir, dass wir bald auch mit der Einsatzleitstelle über Digitalfunk Kontakt aufnehmen können“, sagte Tino Bastian. Weiterhin ist vorgesehen, dass ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF) 4000 angeschafft wird. Hierfür werden auch Fördermittel vom Landkreis Potsdam-Mittelmark erwartet. In 2015 wird die Neubeschaffung von 80 Atemschutzgeräten vorbereitet, da für die bisherigen in naher Zukunft keine Ersatzteile mehr verfügbar sind.

Tino Bastian zog Bilanz über die Arbeit der Kameraden der Feuerwehren des Amtes Niemegk in 2014, da ein Jahr lang nach dem Gefahrenabwehrplan für das Amt gearbeitet wurde.  Zwischen Schlalach und Groß Marzehns werden 675 Mitglieder in 16 Ortswehren gezählt. 13 Kameraden schieden über das Jahr aus, aber auch elf neue Mitglieder konnten aus den neun Jugendwehren  (77 Mitglieder) rekrutiert werden. Insgesamt 320 Feuerwehrleute sind im aktiven Einsatz. Derzeit werden 334 passive Mitglieder gezählt, unter anderem ein großer Teil Frauen, die viele andere Aufgaben im Feuerwehralltag übernehmen. In der Alters- und Ehrenamtabteilung werden 121 Kameraden gezählt.

Im Bericht des Amtswehrführers wurden weitere statistische Daten genannt, die einen Überblick über den Ausbildungs- und Qualifizierungsgrad der Kameraden geben: 130 Truppmänner, 29 Gruppenführer (8 Zugführer, 6 Verbandsführer), 100 Atemschutzträger, 67 Maschinisten, 23 Kameraden mit Ausbildung technische Hilfeleistung, 4 Kameraden gehören zur ABC-Gefahrenstoffeinheit des Landkreises, 129 Sprechfunker und 97 Ersthelfer. „Das sind Zahlen, die sich sehen lassen können, aber sie könnten auch noch höher ausfallen“, bemerkte Tino Bastian.

Differenzierter ist die Bilanz bei der Anzahl der Atemschutzträger für den Einsatz bei einem kritischen Hausbrand in territorialer Hinsicht. Atemschutzträger hat Niemegk 20, Planetal 35, Rabenstein 11 und Mühlenfließ 7.

Im Amt Niemegk gibt es 19 Fahrzeuge mit einem Altersdurchschnitt von 15,3 Jahren. Tino Bastian sieht weiter Handlungsbedarf bei der Anschaffung von Einsatzfahrzeugen, weil nach 20 Jahren ein Austausch der Technik vorgenommen werden sollte. 37 Prozent der Fahrzeuge sind demnach überaltert.

Im Jahr 2014 gab es insgesamt 100 Einsätze der freiwilligen Feuerwehren des Amtes Niemegk. In 66 Fällen waren technische Hilfeleistungen auf Straßen und Autobahn notwendig. Bei 29 Unfällen gab es Verletzte. Es wurden 21 Brände gelöscht (14 Kfz, 4 Gebäude, 2 Feld/Wald, 1 Kleinbrand). Bei den Einsätzen wurden 5 Feuerwehrleute verletzt.

Über die Feuerwehr konnte ein Kamerad den LKW-Führerschein erwerben, sechs Kameraden erwarben den Feuerwehrführerschein. Dies wurde mit Hilfe der Fahrschule Muschert in Niemegk realisiert.

In die Bilanz flossen ein: Ein neues TSF Wasser erhielt die Freiwillige Feuerwehr Mörz. Dort wurde auch ein erweitertes und modernisiertes Fahrzeug übergeben. Die FFw Klein Marzehns und Groß Marzehns schlossen sich zusammen. Der Digitalfunk wurde eingeführt und die Truppmann-Ausbildung in Treuenbrietzen besucht. Außerdem wurden Fahrzeuge mit auffälligen Heckwarnmarkierungen ausgestattet. Eine Zusammenarbeit mit der Stadt Wittenberg besteht seit voriges Jahr. Die Jugendfeuerwehr war im Zeltlager KIEZ Frauensee. Der Nachwuchs wurde mit Parka ausgestattet.

Amtsdirektor Thomas Hemmerling danke der Amtswehrführung und allen Kameraden für die umfassende und differenzierten Einsätze.

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