Groß Marzehns wünscht bessere Straßen und Rufbus

NiemegkReporter

Zufriedenheitsumfragen zu den unterschiedlichsten Themen werden immer wieder veröffentlicht. So eine Initiative in einem Dorf wie Groß Marzehns zu starten, ist im Amt Niemegk und wohl auch im Hohen Fläming eher selten. Ortsvorsteher Ralf Rafelt wollte von den Bewohnern im Dorf der Trecker wissen, wie sie das Leben und Wohnen im Dorf beurteilen. Im Ergebnis sollen Maßnahmen zur Verbesserung im Ort festgelegt werden.

Die Fragen bezogen sich zum Beispiel auf die Zufriedenheit zu Angeboten für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren. Weitere Themen waren die Sicherheit im Ort, die Sauberkeit, die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, Kultur- und Freizeitangebote und den Zustand der Straßen sowie des bekannten Dorfteiches. Weiterhin stand die Arbeit des Ortsbeirates und eine mögliche Bewerbung zum Landkreis-Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ im Fokus.

Der 22 Fragen umfassende Bogen ging an 130 Bürger (Mindestalter 16 Jahre). Da es immerhin 72 Rückmeldungen gab, spricht die Tatsache, dass sich die Groß Marzehnser mit ihrem Dorf verbunden fühlen. Bei der Vorstellung der Ergebnisse der Befragung gab es eine sehr gute Resonanz. Der Raum im Gemeindehaus war bestens gefüllt.

Aber was finden die Groß Marzehnser gut und was bringt bei ihnen das Blut in Wallung? Rund zwei Drittel (51 Bürger) der Teilnehmer beurteilen die Sauberkeit im Ort als gut. Etwas weniger (42) votierten ebenso zur Gestaltung des Ortskerns. Das schwächere Ergebnis basiert wohl darauf, dass vielen Bürgern die Ausbreitung des Schilfes im Dorfteich ein Dorn im Auge ist. 62 von 72 Teilnehmern gaben nur ein „mangelhaft“ ab. Und auch die Beurteilung des Straßenzustandes drückt die Stimmung im Dorf. Nur siebenmal gab es ein „gut“, 25-mal „befriedigend“, 18-mal ausreichend und 19-mal „mangelhaft“. Geteilter Meinung sind die Groß Marzehner zur möglichen Umwidmung der Dorf- und Schulstraße zu Einbahnstraßen. Jeweils 17 Bürger halten die Absicht für „gut“ bzw. „mangelhaft“.  Ein „befriedigend“ und „ausreichend“ gab es jeweils fünfmal.

Bemerkenswert ist, dass die Meinungen auseinander gehen, ob die Sicherheit im Dorf zufriedenstellend ist.  24 Bürger stimmten mit „gut“, hingegen 16 mit „befriedigend“ und sechs mit „ausreichend“. Und wenn die öffentlichen Verkehrsmittel ins Gespäch kommen, liegen die Nerven mehr als jedes zweiten Bürgers blank. 38 Frauen und Männer halten die Anbindung für „mangelhaft, sechs für „ausreichend“ und acht für „befriedigend“.

Interessant ist auch die Befragung zur Arbeit des Ortsbeirates. Hier wurde fünfmal mit „sehr gut“ gestimmt, 29-mal mit „gut“ und 18-mal mit „befriedigend“.  Verbesserungswürdig wird die Bekanntgabe von Terminen gehalten.

Als Schlussfolgerungen sagte Vorsteher Ralf Rafelt gegenüber Niemegk bloggt, dass die Ortsbeiräte für die Einrichtung eines Rufbusses eintreten wollen. An einer Lösung zur Schilfbeseitigung im Dorfteich soll gearbeitet werden. Derzeit nimmt Erich Räbiger in eigener Verantwortung einen Schilfschnitt an einem Teilbereich des Teiches vor. Termine des Ortsbeirates werden nun im Bekanntmachungskasten mit bunten, weithin sichtbaren Blättern veröffentlicht.

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