Schulklingel gibt Zeichen für riesigen Umzug und größte Baustelle in Niemegk

NiemegkReporter

Die Stadt Niemegk, die Amtsverwaltung, die Robert-Koch-Grundschule sowie der Johanniter-Hort stehen in wenigen Tagen vor einer logistischen Herausforderung. „Denn mit dem letzten Klingelzeichen am 31. März und dem Beginn der Frühjahrsferien gibt es quasi den Startschuss für die umfassende Sanierung des Schulgebäudes. Für die Bauarbeiten stehen 4,3 Millionen Euro vom Innenministerium bereit“, sagte Bauamtsmitarbeiter Eike Schumann heute gegenüber Niemegk bloggt.

Vor dem offiziellen Baustart am 1. April (kein Aprilscherz) werden schon Gerüste gestellt (ab 30. März) und es gibt die größte Umzugsaktion seit Jahrzehnten im Städtchen. Das gesamte hintere Schulgebäude  muss freigezogen werden, um Freiheit  für den ersten Bauabschnitt zu schaffen. Die beiden Flex-Klassen ziehen samt Hortbetreuung in das alte Hortgebäude (ehemals kleine Schule) neben der Boss-Schulküche. Um die Aufgaben in kürzester Zeit zu bewältigen, werden zwei Teams von Möbelpackern eines Umzugsunternehmens beim letzten Klingelzeichen vor den Ferien bereit stehen.

Turm als Rettungstreppe

Die beiden Schulgebäude werden durch eine Schleusen-Wand für den Zeitraum der Bauarbeiten getrennt, erklärte Eike Schumann weiter. Für den Teil, in dem nach den Ferien unterrichtet wird, ist ein zweiter Rettungsweg zu schaffen. Zu dem Zweck wird ein Turm einer Rettungstreppe errichtet.

Ungestörter Unterricht für die Flex-Klassen

„Ich denke, alle Beteiligte sind froh, dass die Flex-Klassen fernab vom Baulärm unterrichtet werden können“, sagt Eike Schumann. Das Gebäude liegt in der Nachbarschaft des Spielplatzes und der Schulküche – ideal für die Knirpse. Im alten Hortgebäude wurden gute Voraussetzungen für das Lernen geschaffen. Vier Unterrichtsräume, davon ein Teilungsraum, stehen zur Verfügung. Es gibt ein Lehrerzimmer. Die sanitären Anlagen der Schulküche werden mit genutzt. Insgesamt 37000 Euro (plus die Leistungen des Bauhofes) wurden investiert, um das Gebäude für den Unterricht herzurichten. Wie Eike Schumann berichtet,  wurde im einem Kostenvergleich auch das Mieten von Schulcontainern geprüft. Die Kosten lagen bei 200000 Euro für den Zeitraum des Provisoriums – voraussichtlich bis Ende 2016.

Zweiter Fluchtweg durch die Fenster

Im alten Hortgebäude, das bis zum Bau der neuen Bildungsstätte in der Waldstraße 1981/82 auch Schule war, wurde ansprechend zweckmäßig renoviert. Wie Eike Schumann vor Ort zeigte, wurden die alten Tapeten abgenommen, teilweise Wände trocken gelegt und geweißt. Die Unterrichtsräume erhielten neue Fußbodenbeläge. Es gibt eine neue Heizung und eine neue Brandmeldeanlage. Als weitere Brandschutzauflage wurden Holztreppen vor den Fenstern etabliert, um im Brandfall einen zweiten Fluchtweg zu haben. Ebenso gibt es Pläne über die Flucht und Rettungswege.

 

Willkommen im Hohen Fläming

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