Familienzentrum soll 400000 Euro kosten

Silvia Müller-Scholz

Der alte Hort (ehemals kleine Schule) in Niemegk – zuletzt  als Unterrichtsräume für die Flex-Klassen während der Sanierung der Schule genutzt – soll zum Familienzentrum umgebaut werden. Das mit 230.000 Euro veranschlagte Projekt wird von der LAG Lokale Aktionsgruppe Fläming-Havel mit Sitz in Wiesenburg für förderfähig gehalten. Im Finanz- und Sozialausschuss erklärte dazu Bauamtsleiter Thomas Griesbach: Die Verwaltung ist davon ausgegangen, dass die 2015 mit 40000 Euro hergerichteten Unterrichtsräume mit vergleichbar wenig Aufwand zum Familienzentrum umgebaut werden können.Die Bauaufsicht des Landkreises Potsdam-Mittelmark gehe damit aber nicht mit und behandele den Umbau zum Familienzentrum „als Neubau“.  Damit seien höhere Anforderungen an die Ausstattung des Gebäudes verbunden, u. a. an die Sanitäreinrichtungen. In der Folge würden die Baukosten nun auf 440.000 Euro steigen, so Thomas Griesbach weiter. Das bedeutet wiederum, dass das  Projekt Umbau Hort neu bei der LAG beantragt und dort ein Prüfverfahren durchlaufen muss – Zeitverlust, Umsetzung nicht vor 2017.

Stadtrat Eberhard Pulz (SPD) hatte die Sinnhaftigkeit eines Familienzentrums in Frage gestellt. Dem wurde im Ausschuss deutlich widersprochen, u. a. von Reyk Schulz (Zukunft Niemegk) – dessen Frau Sandra gestaltet dort aktiv mit. Im neuen Familienzentrum sollen die Räume dazu dienen, die in der Stadt zerstreuten Angebote wie Töpferwerkstatt, Baby-Mütter-Väter-Treff, Wollcafé u.a.m. zu zentralisieren. Ines Maager regte an, dort auch einen Jugendtreff zu etablieren. Das fand im Plenum nicht genügend Gehör.

Im März 2015 neu hergerichtet, Eike Schumann zeigt die Räume:

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