Leserpost: Bitte auf Augenhöhe verhandeln

Zur Diskussion um den gemeinsamen Gesamtschulstandort Treuenbrietzen/Brück erreichte uns Leserpost. Die Mütter schreiben, dass sie ihre Meinung schon vor Monaten an andere Zeitungen schickten, dort aber offenkundig zensiert und nicht gedruckt wurde. Das Team von Niemegk-bloggt möchte die Meinungsvielfalt fördern und veröffentlicht den Leserbrief ungekürzt. Danke für die Zuschrift, Leserpost ist immer willkommen:

Als Eltern verfolgen wir das „Tauziehen um die Oberstufe“ am Gymnasium Treuenbrietzen und an der Oberschule Brück aufmerksam. Schon zu Beginn haben wir uns gefragt: Warum wurde anfangs beim Aufbau einer gemeinsamen Gesamtschule Brück-Treuenbrietzen ein derartiges Tempo vorgelegt? In drei Monaten, zwei davon in der Ferienzeit, sollte alles unter Dach und Fach sein. Das war wohl etwas sehr optimistisch geplant. So ist wohl davon auszugehen, dass das Projekt (leider) nicht zum Schuljahr 2016/17 greift.Wir sind der Meinung, dass die Oberschule Brück keinen akuten Handlungsdruck hat, eine Sekundarstufe II im Schnellschussverfahren zu etablieren. Dennoch unterstützen wir das Bemühen der Brücker Schulleitung und der Brücker Stadtverordneten, dem Ziel schrittweise näher zu kommen. Als Eltern haben wir die Oberschule Brück gewählt, weil sie mehrfach als „Schule mit hervorragender Berufsorientierung“ ausgezeichnet wurde und es ein gutes Schulklima gibt. Des Weiteren wollten wir unseren Kindern den Weg zum Beruflichen Gymnasium (Oberstufenzentrum Werder) oder – noch besser – vielleicht zu einer Gesamtschule offenhalten. Immerhin eröffnet die letztgenannte Bildungsstätte sogenannten „Spätstartern“, die Sekundarstufe II zu absolvieren. Von daher würde eine Gesamtschule die Schullandschaft im Fläming insgesamt aufwerten. Die Wahl von verschiedenen Schulformen bleibt ohnehin auf dem flachen Land  eingeschränkt.

Wir möchten die Brücker Schulleitung und die Brücker Stadtverordneten ermutigen, das Ziel der Gesamtschule weiter zu verfolgen. Der Standort Brück ist strategisch gut gelegen, so dass man optimistisch sein kann, dass in den nächsten Jahren die erforderlichen Schülerzahlen erreicht werden. Von Bad Belzig, Beelitz, Treuenbrietzen und Niemegk gibt es eine gute, verkehrstechnische Anbindung. Gern darf der Beschluss des Kreistages Potsdam-Mittelmark zur Erarbeitung eines Konzeptes für eine gemeinsame Gesamtschule an den Standorten in Brück und Treuenbrietzen umgesetzt werden. Dabei möchten wir einen Wunsch äußern. Die Verantwortungsträger mögen auf Augenhöhe verhandeln, der Sache dienlich, der Fairness wegen und natürlich zum Vorteil unserer Kinder. Der Start der Gesamtschule darf gern zum Schuljahr 2017/18 sein, dann aber gut vorbereitet – für Schüler und Lehrer gleichermaßen. Mit einer Gesamtschule Brück-Treuenbrietzen kann insgesamt etwas für die Verbesserung der Schullandschaft und für die Region getan werden.

Catharina Ibener, Niemegk

Diana Gaßka, Treuenbrietzen-Frohnsdorf

 

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