Stadtgrundstück mit Dönerduft zu haben

NiemegkReporter

Da hilft keine allgemeine Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt. Potentielle Eigenheimbauer können sich nämlich derzeit in Niemegk die Zähne ausbeißen, wenn sie für sich und ihre Familien ein geeignetes Baugrundstück im Heimatort suchen. Zuzügler haben es da gleich schwer. „Es wird schwierig ein Grundstück zu finden“, hieß es während der Bauausschuss-Sitzung am Dienstag als Fazit. Der Grund: Die Stadt Niemegk hat es leider in über 25 Jahren Wendezeit versäumt, ein  neues Wohngebietzu entwickeln.

Einzig Stadtverordnete Bärbel Schüler forderte immer wieder ein, ein Wohngebiet auszuweisen. Nun verweist die Stadt bestenfalls auf eigene Parzellen am Nahkauf-Parkplatz mit hoher Immissionsbelastung durch Kundenverkehr und Dönerbudenduft.

In der Bauausschuss-Sitzung wurden bebaubare, kommunale Grundstücke an der Jüterboger Straße genannt, bei denen noch die Nutzung als Kleingärten Vorrang haben soll. Somit stehen diese etwa 4/5 Parzellen nicht zur Verfügung.

Derweil verweist die Stadt Niemegk auf private Grundstücksbesitzer, die noch über bebaubare Grundstücke verfügen, obwohl vielfach bekannt ist, dass jene Eigentümer nicht verkaufen wollen. Das ist ihr gutes Recht, hilft aber den Bauwilligen nicht. So gibt es tatsächlich bebaubare Grundstücke z.B. an der Waldstraße, in der Ziegelstraße, Bachstraße oder am Paradiesmühlenweg.

Indes steht seit Jahrzehnten ein Verkaufsschild an der Wittenberger Straße, gegenüber den Schweineställen. Dort schreckt wohl manchem ab, dass es zu Immissionsbelastungen durch den Verkehr und die Viehhaltung kommt.

Bürgermeister Dr. Linthe verwies als Hemmnis darauf, dass die Kommunen aus landesplanerischer Sicht angehalten werden, den Leerstand von Wohngebäuden in Innenstädten entgegen zu wirken. Derweil ist aber jedem klar, dass es Bauherren gibt, die sich bewusst für die Sanierung historischer Bausubstanz entscheiden. Allerdings können sie nicht mit jenen Bauwilligen gleich gesetzt werden, die aus welchen Gründen auch immer ein neues Eigenheim errichten wollen.

Wie schwierig sich die Sanierung von alten Wohn- und Geschäftshäusern erweist, belegen etliche Objekte in Niemegk. So ist Jahres Ecke zu nennen, dort haben sich schon einige Bauherren versucht. Und vielen bekannt, der Traum vom Hochheitshaus am Kirchplatz ist längst ausgeträumt.

Thomas Griesbach sagte, dass es bei der Stadt derzeit keine Anfragen von Bauwilligen gibt.

Sollte es welche geben haben, meinen Kritiker, sind sie ohnehin in andere Städte weiter gezogen, wie zum Beispiel nach Brück oder Bad Belzig.

 

 

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