Lühnsdorfer Kirche als Schmuckstück eingeweiht

NiemegkReporter

Örtlicher Förderkreis und Projektmanager Fritz Moritz beim Festgottesdienst besonders geehrt

Ein ganzes Dorf und viele Helfer mehr haben es geschafft: Die Dorfkirche und ihr Turm im 640 Jahre alten Lühnsdorf ragen wieder dauerhaft in den Himmel – das Gotteshaus ist ein Schmuckstück im Dorf. Der Himmel zeigte sich besonders blau und ließ die Sonne auf die kleine Kirche strahlen, als am Sonntag das Ende der Rettungs- und Sanierungsarbeiten gefeiert wurde. Pfarrer Matthias Stephan hatten zum Festgottesdienst geladen.

Die Gäste strömten, die kleine Kirche konnte gerade so allen einen Platz bieten. Den Festgottesdienst gestalteten Superintendent Siegfried-Thomas Wisch, der Gemischte Chor aus Bad Belzig, Kantor Winfried Kuntz (Orgel),  Siegfried Frenzel (Trompete), die Mitglieder der Kirchengemeinde und des Förderkreises „Sanierung der Kirche Lühnsdorf“.

 

„Viele haben bei den Bauarbeiten mitgeholfen, allen soll heute gedankt werden“, sagte Matthias Stephan voller Freude über die schöne Kirche. Superintendant Siegfried-Thomas Wisch hob die gute Zusammenarbeit der Behörden und Institutionen hervor, als die Bauschäden am 118 Jahre alten Gebäude behoben wurden. „Die Reparaturen waren wichtig. Denn die Kirche gehört ins Dorf“, sagte Siegfried-Thomas Wisch. Er machte den Lühnsdorfern Mut, sich weiterhin für ihre Kirche einzusetzen.

Matthias Stephan hatte es übernommen, allen am Bau Beteiligten zu danken: Architekt Mike Enzmann aus Bad Belzig, Regionalbetreuerin Theda von Wedel-Schunk vom Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg, ..Klaus Herrmann und Peter Lorenz  von „Maßwerk“ Stiftung zur Erhaltung und Ergänzung kirchlicher Bauten und Kunstwerke in Berlin-Brandenburg, Heiko Bansen als Regionalmanager der Lokalen Aktionsgruppe Fläming-Havel (LAG), Christa Menz von der Denkmalbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark, Eveline Vogel als Fachdienstleiterin Wirtschaftsförderung beim Landkreis, Ulrich Benedix von der Produktivgenossenschaft Flämingrind eG Kranepuhl, Jörg Gauruhn von der Glaserei Gauruhn Brück , Niemegks Malermeister Edmund Thiele und Achim Linthe von der Stadt Niemegk.

Besonderen Dank galt den Mitgliedern des Förderkreises „Sanierung der Kirche Lühnsdorf“:  Heidrun Tietz, Hans-Jürgen Bergholz und Fritz Moritz und die Kirchengemeinde hatten es sich zur riesigen Aufgabe gemacht, die Dorfkirche vor dem Zerfall zu retten und für nachkommende Generationen zu erhalten. Drohte doch der Kirchturm herabzustürzen.  Zudem war das Kirchendach undicht gewesen und ließ Feuchtigkeit ins Mauerwerk ziehen, das großen Schaden genommen hatte.

Pfarrer Stephan, Bernd-Roderich Thiele und Heidrun Tietz lobten die hervorragende Arbeit von Fritz Moritz. Er übernahm während der gesamten Bauphase die Projektsteuerung und sorgte dafür, dass das ergeizige Bauvorhaben bis zu Ende geführt wurde. „Herr Moritz müsste eigentlich Ehrenmitglied der Kirchengemeinde werden“, meinte dann auch Matthias stephan zu dem konfessionlosen Lühnsdorfer.

Zur Rettung der Lühnsdorfer Kirche wurden 101000 Euro aus Fördertöpfen, Spenden und Eigenmitteln zusammengetragen.

Im August 2016 begannen die Gerüstbauer mit ihrer Arbeit. Sie mussten schon bald ihre Arbeit unterbrechen. Zwei Hormissennester mussten gesichert werden.

Später wurde die restaurierte Wetterfahne in Empfang genommen. Dann wurden die Dachdeckerarbeiten am Kirchschiff erledigt. Zimmerer nahmen sich die Balken im Kirchturm vor, später folgten die Maurer.Zwischendurch wurde die Kirchenglocke 400 Jahre alt. Im Dezember 2016 wurden die Sanierungsarbeiten abgeschlossen.

Nach dem Festgottesdienst klang der Tag auf dem Dorfplatz bei Kaffee und Kuchen aus.  Hier ein paar Eindrücke:

Willkommen im Hohen Fläming

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