Eine Kirche auch für künftige Generationen

NiemegkReporter

Nach einer 168.000 Euro teuren Teilsanierung wurde der 700 Jahre alte Feldsteinbau in Haseloff eingeweiht

Mit einem Festgottesdienst wurde am Sonntagnachmittag die Dorfkirche in Haseloff eingeweiht. Die Frauen des Dorfes hatten den Feldsteinbau gereinigt, nachdem erst am Donnerstag die Handwerker abgezogen waren. Der örtliche Holzkünstler Bernd Kolzenburg hatte den Gebets- und Andachtsraum mit seiner Glockenausstellung geschmückt. Zur Feier des Tages trat der St.-Johannis-Chor Niemegk auf, den Annemone Schulze leitet. Sie begleitete zudem auf der Orgel. Anwesend waren Superintendent Siegfried-Thomas Wisch, Bürgermeister Jens Hinze, Amtsdirektor Thomas Hemmerling und zahlreiche Besucher aus Haseloff und der Umgebung. Die Bänke und zusätzliche Sitzgelegenheiten waren besetzt. Zum Ende des Gottesdienstes kam auch Bildungsminister Günter Baaskle mit Familie.

„Die Kirche ist uns wichtig“, sagte Daniel Geißler beim Festgottesdienst nach der Teilsanierung der Kirche in Haseloff. Der Pfarrer aus Niemegk machte den Anwesenden im vollbesetzten Feldsteinbau bewusst, dass die stattlichen Sanierungskosten von 168.000 Euro gut  angelegt sind. So wie jetzt die Haseloffer über ihre Kirche sagen, dass sie die Seele im Dorf ist, sollen es später auch die Kinder und Enkel sagen können. Das Geld wurde für für umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an der Dachkonstruktion des Kirchenschiffs und des Turmes sowie an der Außenfassade und der Mauern im Innenraum der Kirche verwandt. Die Dacheindeckung des Kirchenschiffes bestand noch aus Betondachsteinen aus dem Jahre 1984 und musste dringend erneuert werden. Der Bodenbelag in der Zwischendecke war ebenfalls marode. Im Turmbereich gab es schadhafte Balkenköpfe und einige Deckenbalken waren auszutauschen. Im Vorfeld der Neueindeckung des Daches wurden historische Fotos des über 700 Jahre alten Gotteshauses herausgesucht, um das historische Erscheinungsbild der Kirche wieder herzustellen.

Die Gesamtkosten von 168.000 Euro konnten nur aufgebracht werden, weil Fördergeld floss. Die Gemeinde erhielt neben eigenen Aufwendungen Unterstützung von der Deutsche Stiftung Denkmalschutz, vom Land Brandenburg, der Landeskirche und dem Kirchenkreis. Erst Mitte August 2016 konnten die Arbeiten auf der Baustelle aufgenommen werden. Es musste gewartet werden, weil Fledermäuse im Turm leben. Allerdings wurde das Ziel nicht erreicht, die Arbeiten bis Mitte Dezember 2016 abzuschließen.

Im Anschluss an den Festgottesdienst schloss sich ein Kaffeenachmittag an, zu dem im Dorf fleißig Kuchen gebacken und Kaffee gekocht wurde. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Haseloff waren diesmal wieder am Elektro-Grill aktiv. Es gab eine kleine Fotoausstellung und etliche gute Gespräche. Während des Nachmittages wurde für die Finanzierung weiterer Arbeiten gesammelt. Die Sitzbänke brauchen neue Farbe und die Orgel muss gereinigt werden. Hier ein paar Eindrücke vom Sonntagnachmittag in Haseloff:

Gaertnerei Loburg

Mit einem Klick auf das Bild besuchen Sie uns im „Schaufenster des Flämings“ – Anzeige

Danke schön! Sie haben das bereits als Favorit markiert.
Keine Kommentare