Das „Wunder von Garrey“ im Lutherjahr

NiemegkReporter

Zahlreiche Gäste beim Festakt zur Einweihung der erfolgreichen Sanierung der Dorfkirche

Die im Jahr 2012 wegen Einsturzgefahr gesperrte Dorfkirche ist gerettet und wurde innerhalb von sechs Jahren umfassend saniert. Das Gotteshaus zählt zu den wenigen seiner Art, das innen und außen wieder hergestellt wurde. Jetzt erstrahlt der denkmalgeschützte Feldstein wie vor gut 100 Jahren nach einer Restauration schon einmal. Den Abschluss der Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten feierten am Sonntag zahlreiche Gäste, die Kirche konnte sie zum Gottesdienst gerade so fassen. Dabei waren unter anderem Dr. Erardo Cristoforo Rautenberg als SPD-Wahlkreis-Kandidats-Nachfolger, Heiko Bansen als Regionalmanager der LAG Fläming-Havel und  Thomas Griesbach. In den Bänken saßen Mitarbeitern des Evangelischen Medienhauses Stuttgart, die anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums in Garrey weilen und in der Pension „Zum weißen Raben“, „Kastanienhof“ und Lehmanns Pension übernachten. Kantor Kuntz an der Orgel und Tanja Schick (Gesang) begleiteten den Gottesdienst musikalisch.


Pfarrer Daniel Geißler zählte zu den ersten, die den vielen Beteiligten – Firmen, Ehrenamtlern, Helfern und Spendern – und dem Dorf für das erfolgreiche Projekt dankten. Aus dem Ruf nach Hilfe zur Rettung der Kirche ist „das Wunder von Garrey“ geschehen, meinte Daniel Geißler. Während der anfänglichen Not fanden sich Personen um Initiator Dr. Wolfgang Lubitzsch, Ortsvorsteher Andreas Grünthal und gründeten den „Förderkreis der Kirche Garrey“. Mut machte anfangs auch Frau Gleiniger, die sagte: „Sie müssen daran gleuben, dann werden sie es schaffen!“

Glaube versetzt bekanntlich Berge. Garrey gibt dafür ein Beispiel. In sechs Jahren wurde über eine halbe Million Euro an Fördergeld und Spenden eingeworben. Allein 22 Förderanträge wurde gestellt und bewilligt, das Geld sachgerecht ausgegeben und abgerechnet. Geld kam beispielsweise aus dem Staatskirchenvertrag, vom Landkreis Potsdam-Mittelmark, Stiftung Kiba (sie ernannt die Kirche Garrey im September 2015 zur Kirche des Monats), Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Hermann-Reemtsma-Stiftung, die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, der Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg sowie viele Privatpersonen und Firmen.

Gedankt wurden als Mitwirkende: Frau Gleiniger aus Niemegk, Thea von Wedel-Schunk als Regionalbetreuerin vom Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V., Architektenbüro  Dr. Krekeler (Dr  Klaus Schmidt und Stefan Winkler) Brandenburg a.d.H., Denkmalbehörde des Landkreises, Zimmereihandwerk Aufbau GmbH Chemnitz, dem Restaurations-Atelier Blankenhain,  CBB Restaurierungen Berlin, Alexander Schuke Orgelbau GmbH, Herr Breitkreuz, Wandrestaurationen.

Zahlreiche Grußreden wurden in der Scheune von Café Lehmann in Garrey gehalten, u. a. Superintendent Siegfried Thomas Wisch, Frau von Wedel,  Daniel Sebastian Menzel als Geschäftsführer des Tourismusverbandes Fläming, T. Hemmerling, Frau Bugenhagen vom Landkreis …

Ortsvorsteher Andreas Grünthal erinnerte in seiner Rede, welche Entwicklung Garrey und seine Bürger genommen haben,  nach dem als erstes das alte Wasserwerk saniert worden war und danach gemeinsam die Rettung der Dorfkirche realisiert wurde.  „Die Gründung unseres Förderkreises öffenete Türen für eine erfolgreiche Sanierung“, sagte Andreas Grünthal. Im Ergebnis sind bilden nun Schule, Schmiede, Kirche und Friedhof das historische Zentrum im Dorf.  Es blicke optimistisch in die Zukunft, mit der offenen Kirche soll zu kulturhistorischen, kulturellen Veranstaltungen und Ausstellungen eingeladen werden.  Andreas Grünthal und Daniel Geißler bedanken sich ganz besonders bei Dr. Wolfgang Lubitzsch für seinen Mut, seine Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit.  Dr. Lubitzsch erhielt einen Präsentkorb und einen Reisegutschein.

 

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