Dreistöckige Torte, Holzschuhtänzer und „Columbus“ mit Trauerflor

NiemegkReporter

Großkopfs Turmwindmühle war Treff für viele Besucher/Klein Marzehnser erzählten Pfingstmaien-Episoden

Pfingstmontag, dem Deutschen Mühlentag, war Großkopfs Turmwindmühle zweifellos ein attraktiver Anziehungspunkt für Besucher aus nah und fern. Die Mitglieder des Mühlenvereins hatten sich wieder große Mühe gegeben, um allen einen schönen Tag in Geselligkeit zu bereiten. Ob bei der Mühlenbesichtigung, bei Marcel Wendt im Motorhaus oder bei den Ständen für das leibliche Wohl – überall herrschte reger Betrieb. Den einen oder anderen mehr hätte Pfarrer Daniel Geißler am Vormittag begrüßt, als der Mühlen-Gottesdienst gefeiert wurde.

Die rege Resonanz war ganz zur Freude von Sabine und Andreas Wendt.  Die Mühlenbesitzer sind mit den Vereinsmitgliedern mit viel Herzblut dabei, das über 100 Jahre alte Denkmal zu erhalten  und Interessierten näher zu bringen. Da hat halt die „Müllerin“ eben große Wäsche, wenn das Pfingstfest ist. „Du kommst zu spät, die dreistöckige Torte ist bereits alle“, sagte Vereinsmitglied Karin Nispel am großen Kuchenbuffett. Aber Blechkuchen und Brot aus dem hauseigenen Backofen fanden ebenso guten Zuspruch.

Zu Beginn des Mühlenfestes waren die Holzschuhtänzer aus Marzahna-Schmögelsdorf zu Gast. Die Frauen und Männer – darunter Jörg Peuschke als Ex-Niemegker – unterhielten mit ihren Darbietungen. Später trafen gleich 13 Klein-Marzehnser – elf mit dem Rad – auf dem Mühlengelände ein.  Sie feierten quasi den zweiten Tag, da im Dorf am Abend zuvor die Pfingstmaie aufgestellt worden war. Nicht ohne Vorkommnisse: Während des Umtrunks hatten sich plötzlich zwei Hunde ineinander verbissen. Als ein Besitzer die Tiere trennen wollte, hat sein eigener Hund ihn in den rechten Oberschenkel gebissen, der linke Oberschenmkel war ohnehin schon vorher lädiert.  Es muss sich wohl herumgesprochen haben, dass der Klein Marzehnser Pfingstmaie nicht so üppig ausgefallen ist. Deshalb haben junge Leute die Maibaum-Wächter, Matthias Steffen und Detlef Karius, prüfen wollen. „Wir haben mit unseren nächtlichen Gästen ein Bier getrunken und zu verstehen gegeben, dass die Säge bei uns nicht zum Einsatz kommt“, berichtete Matthias Steffen. Der Brauch des Maibaum-Umlegens ist im Fläming vieler Orts bekannt, kommt aber eher selten zur Anwendung. So konnte Andreas Wittstock stolz darauf verweisen, dass die Niemegker Pfingstmaie an der Poststraße allen nächtlichen „Stürmen“ Stand gehalten hat.

Das Mühlen-Gelände in Niemegk wurden im Laufe des Tages zum Treffpunkt etlicher junger Familien mit Kinderwagen. Niemegks Schützenkönigspaar, Hartmut Friedrich und Brigitte Haseloff, gaben sich die Ehre, aber auch Bürgermeister Hans-Joachim Linthe mit Frau Jutta. Bernd Schulz – bekannt als „Schnuffi“ von der Backschwein-Tenne in Gömnigk – machte einen Abstecher in Niemegk. Bereits am Pfingstsonntag wurde zum Freilicht-Kino vor der Kulisse von Großkopfs Turmwindmühle eingeladen. Rund 90 Zuschauer sahen bei bestem Wetter den Film „Honig im Kopf“.

Mit von der Partie war auch der „Columbus“ von der IFA Scheune Zeuden. Am Steuer des 60-jährigen Oldtimers saß Steffen Muschert. Sein „Columbus“ trug Trauerflor, im Gedenken an Günter Rühlicke. Der frühere Besitzer des „Columbus“ aus Hohenwerbig ist vor wenigen Tagen verstorben. Der „Columbus“ fuhr „Linie“ zwischen Großkopfs Mühle, der Bockwindmühle in Marzahna und dem Mühlenmodell in Zeuden… (Bericht folgt…)  Hier ein paar Eindrücke aus Niemegk:

 

 

Potteria

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