Segelflieger auf der Rädigker Wulke abgestürzt

NiemegkReporter

Ein tragisches Unglück hat sich am Freitagabend ereignet: Ein Segelflugzeug ist auf ein Stoppelfeld der Rädigker Gemarkung  Wulke abgestürzt. Der 46-jährige Pilot aus Sachsen hat den Absturz nicht überlebt. Vor Ort erklärte Einsatzleiter Silvio Geist von der Polizeiinspektion Brandenburg, dass der Veranstalter eines militärischen Segelflugwettbewerbs beim Luftwaffen-Fliegerhorst  Schönewalde/ Holzdorf (Sachsen-Anhalt) die Polizei gegen 19.30 Uhr darüber verständigt, dass ein 46-jähriger Teilnehmer seit einer Stunde hätte landen sollen, jedoch nicht mehr erreichbar sei. Der Wettbewerb startete von einem Flugplatz der Bundeswehr in Holzdorf (Grenze zwischen Land Brandenburg und Sachsens-Anhalt). Da die vorgesehene Flugroute die Bundesländer Brandenburg und Sachsen-Anhalt beinhaltete, wurden beide Landespolizeien in die Suche nach dem vermissten, einsitzigen Segelflieger mit Hilfsmotor vom Typ ASW24E einbezogen. Der Veranstalter setzte Hubschrauber zur Suche ein, berichtete Silvio Geist weiter, doch es fehlte an einer Wärmebildkamera.

„Ein Polizeihubschrauber der Brandenburger Polizei konnte heute Morgen gegen 01.10 Uhr  mittels Wärmebildkamera das Wrack des vermissten Segelfliegers lokalisieren“, berichtete Silvio Geist vor Ort. Zuvor konnte eine Handy-Ortung des Piloten Hinweise auf die ungefähre Absturzstelle geben. Das Segelflugzeug lag auf einem Stoppelfeld mit Strohballen auf der Rädigker Gemarkung Wulke, etwa zwei Kilometer 2 Kilometer von Rädigke entfernt in Richtung Grubo.

Die Besatzung des gelandeten Polizeihubschraubers konnte den Piloten, der aus Sachsen stammt, nur noch tot auffinden. Ein Notarzt bestätigte das. Der Pilot wurde noch in der Nacht aus dem Wrack geborgen. Der Kriminaldauerdienst der Polizeidirektion West sicherte ebenfalls noch in der Nacht erste Spuren. Die Spurensicherung wurde am heutigen Tag fortgesetzt. Zwei Unfallermittler der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung waren heute Mittag vor Ort, um die genaue Unfallursache zu ermitteln. „Zusätzlich werden auch die Instrumente ausgewertet“, sagte der Polizeibeamte.

Gestartet war der Pilot am Freitag um 12.20 Uhr im Rahmen eines internationalen Traditionswettbewerbs vom Flugplatz der Bundeswehr in Schönewalde/Holzdorf, die diesen, für den ansonsten zivilen Segelflugwettbewerb, zur Verfügung gestellt hatte. Informationen zu dem Flugwettbewerb sind unter http://www.imgc.de/ zu finden. Der verunglückte Pilot sollte eine Strecke von ca. 300 Kilometern zurücklegen und verschiedene Wenden absolvieren, um schließlich wieder in Holzdorf zu landen.

In der Vergangenheit ereignete sich am 9.8.2016 ein Segelflugzeug-Absturz in Lüsse. Hier war eine 59-jährige Pilotin aus Schleswig-Holstein tödlich verunglückt. Im Amt Niemegk verunglückte am 5. April 2009 in Garrey-Wüstemark ein Flugzeug. Bei dem Unfall kam der Pilot ums Leben.

 

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