Leser schreiben: Bewegende Momente im „fernen Niemegk“

Redakteur

Wir nahmen die Einladung unserer Freunde aus dem Niemegk, das 1978 dem Braunkohleabbau zum Opfer fiel, gern an und fuhren am Samstag  zum Treffpunkt nach Bitterfeld. Nach einer herzlichen Begrüßung ging es in ein Waldstück am Rande des Goitzschesees, dessen Wasser heute das ehemalige Niemegk bedeckt.

Dort haben die einstigen  Bewohner einen Stein mit einer Gedenktafel gesetzt, der an ihren Heimatort erinnern soll. Wir haben nun eine zweite kleinere Tafel hinzugefügt, die die Freundschaft unserer Stadt im Fläming mit dem verschwundenen Niemegk auf ewig festschreibt. Das war ein sehr bewegender Moment für alle Niemegker! (Fotos: privat/Linthe)

Danach haben wir noch die „blaue Bank“ besucht. Die sehr große und weithin leuchtende blaue Bank am Ufer des Goitzschesees erinnert mit ihren mehr als hundert silberglänzenden Namensschildchen an die vielen fleißigen Helfer, die 2002 beim Hochwasser der Mulde durch ihren mutigen Einsatz die Stadt Bitterfeld vor der Überflutung gerettet haben. Mit der MS „Vineta“ überfuhren wir auf dem Goitzshesee den Platz, an dem das ehemalige Dorf Niemegk sich befand.

Am Nachmittag beim jährlichen Treffen der „alten Niemegker“ hatten sich mehr als 170 Menschen versammelt. Dort wurde unsere kleine Delegation vorgestellt und Geschenke ausgetauscht. Wir überreichten neben einem Bild, das an das Pflanzen des „Bäumchens der Freundschaft“ auf unserem Schulhof im vorigen Jahr erinnert, auch eine Dokumentation über unseren neuen Stadtweg „Niemegk steinstark“. Natürlich durfte auch eine Postkarte mit dem aktuellen Bild unseres Freundschaftsbäumchens nicht fehlen. Wenn auch der Schuldirektor, Herr Glowe, nicht anwesend sein konnte, schickte er eine Mappe mit Erinnerungsfotos aller Schulkinder mit. Auch die Kindergärtnerinnen Frau Schulz und Frau Harth übergaben eine große Flasche Sekt mit tollen kleinen Bildchen von ihrer Kita.

Wir freuten uns über ein kleines Buch , das Inge Seidewitz, als Niemegker „Frontfrau“, über ihren alten Heimatort liebevoll und in mühevoller Arbeit geschrieben hat.

Als wir uns am späten Nachmittag von unseren Gastgebern verabschiedeten, war klar, wir sehen uns im nächsten Jahr wieder.

Jutta und Hans-Joachim Linthe

Niemegk im Fläming

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