Niemegk trägt die Musikmeile zu Grabe

NiemegkReporter

Nun scheint der Niemegker Musikmeile endgültig der „Todesstoss“ gegeben worden zu sein. Drei Tage vor Veranstaltungstermin gibt es keine Werbung. Es ist nicht bekannt, ob es eine Location gibt, an der Musik zu hören sein wird.

Stattdessen ist ein Streit der Veranstalter laut geworden. „Es gibt eine Person, die alles durcheinander gebracht hat“, kommentierte Hans-Dieter Scherz vom Niemegker Carnevalsclub kurz das Dilemma. Denn eigentlich war die Musikmeile für den 2. September geplant. Zu dem Termin waren ursprünglich Bands gebunden, die zumindest auf Marthes Hof, auf ehemals Stolzes Hof und wohl auch im Freibad auftreten sollten.

Es sei alles klar gewesen, bis Daniel Pieschel – jetzt Finkelmann – alles habe anders machen wollen. Er, so wurde berichtet, wollte auch im Kulturhaus einen „Mucke“ stattfinden lassen. In dem Zuge wurde die Musikmeile auf den 9. September verlegt. Als das beschlossene Sache war, ist der Carnevalsclub vom Vorhaben zurückgetreten. Christian Marthe hielt zunächst zur Stange, sagte aber schließlich seine Veranstaltung ab, als immer wieder neue Ideen eingebracht worden seien.

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Daniel Finkelmann sieht sich nicht als Schuldigen. Er verweist darauf, dass die Terminveränderung einvernehmlich mit allen Beteiligten vereinbart worden sei. „Gegen Demokratie am Tisch kann ich allein nichts tun“, bemerkte er.

Die Niemegker Musikmeile stand schon vor einem Jahr auf der Kippe. Damals hatte Christian Marthe mit Unterstützung von Daniel Pieschel – jetzt Finkelmann – die Meile im letzten Moment in einen Musikabend gerettet. Das Dilemma geht aber schon Jahre. Die Gastwirte und sonstigen Veranstalter bzw. Akteure haben leider  immer weniger Initiative gezeigt, um die Niemegker Musikmeile am Leben zu erhalten. Es fehlte an frühzeitiger Planung und wurde am Ende immer mehr improvisiert. Im Jahr 2015 war die Meile sogar ausgefallen.  2016 war das Gasthaus „Zum alten Ponyhof“ wegen einer Familienfeier ausgestiegen.

Die Gäste haben die Situation mal mehr mal weniger mitbekommen. So ist auch die Resonanz immer weniger geworden. Schade – gut gemeint, aber schlecht gemacht. Nun trägt Niemegk die Musikmeile zu Grabe. Es bleibt die Erinnerung an bessere Tage: Einst wurde „Zum alten Ponyhof“, im „Lindenhof“, vor der Kirche, im Kulturhaus, bei Bailers „Zum Löwen“, bei Marthe, im Döner-Imbis und auf ehemals Stolzes Hof und im Brauhaus geschwoft. Schön wars!

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