Dahnsdorf erlebte Zeremoniell der Extraklasse

NiemegkReporter

Erster Auftritt des Männergesangsvereins und Weihe seiner historischen Fahne von 1883

Das Dorf- und Kitafest zu 790 Jahre Dahnsdorf hat am Sonntagnachmittag ein Zeremoniell der Extraklasse auf dem „Backenberg“ erlebt. Der aus der Taufe gehobene Männergesangsverein Dahnsdorf hat vor zahlreichen Zuschauern seine historische Vereinsfahne feierlich geweiht. Zur Krönung des Tages wurden die ersten Lieder auf dem Festplatz angestimmt, Höhepunkt war freilich die „Märkische Heide“. Die Darbietung war eine wahre Wonne, zumal die Herren nur einmal geprobt hatten.

Zu Beginn des Zeremoniells waren die neun Männer mit schwarzen „Frack“, Zylinder und Schärpe einmarschiert. Walter Wieland ging als Fahnenträger voran, er trug voller Stolz die historische Fahne des Männergesangsvereins Dahnsdorf von 1883. Nahezu im Gleichschritt folgten ihm acht adrette Herren: Manfred Hemmerling, Thomas Heinrich, Siegfried Heinrich, Walter Dähne, Wolfgang Paul, Joachim Zobel, Ingo Poschau und Rudolf Grabo. Die Fahnenweihe nahm Helmut Köppke als Schwarzer Ritter mit Schwert vom einstigen Dahnsdorfer Ritterorden vor.

Während der Ansprache von Ortsvorsteher Joachim Zobel wurde den Akteuren gedankt, die die Restauration der historischen Fahne des Männergesangsvereins Dahnsdorf von 1883 ermöglicht haben. Die Fahne mit Kasten lagerte über Jahre bei Fritz Haseloff und wurde nun wieder entdeckt. Bei einem Textilrestaurator in Bayern ist das „Erbstück“ aufgearbeitet worden. Der örtliche Männerfastnachtsverein hat zunächst die Kosten getragen und wirbt nun nachträglich Spenden für das Vorhaben ein.

Indes hat Günter Rockel mit viel Fleiß und Zeitaufwand den alten Fahnenkasten zu neuem Glanz verholfen. Der Senior hat in Handarbeit das Holz und manch Einzelteil sehr aufwändig aufgearbeitet. Das gesamte Projekt mit Fahne und Kasten hat knapp 2000 Euro gekostet, berichtete Günter Rockel. Viele haben das Projekt unterstützt, u. a. sollen genannt sein: Jagdgenossenschaft Dahnsdorf, „Oki“ Gerald Ostrowski, Fliesen Strehle, Volker Link vom Haus Fläming, Autohaus Dahnsdorf, Landwirtschafts GbR, Bernd Woye, Klaus Blankenhagen, Metallbau Lutz Wieland in Garrey und der Männerfastnachtsverein sowie private Spender.

Anlässlich des Dorf- und Kitafestes verwies Ortsvorsteher Joachim Zobel auf einige Initiativen im Dorf.  So wurde die Waldstraße zu einer schmucken Piste ausgebaut und die Jugendlichen richten das Sportplatzgebäude als neuen Treff her. Joachim Zobel verkündete, dass in der eigenen Kita 70 Kinder betreut werden und aufgrund der Nachfrage ein Anbau geplant werde. Für das Engagement in der Kita wurde Sandy Boldt geehrt. Joachim Zobel ehrte auch Bürgermeisterin Karin Commichau. Ebenso dankte er Marianne und Paul Schade als Grundstückseigentümer für ihr Entgegenkommen, damit die Turnhalle erweitert werden konnte. Ein Dankeschön ging auch an Inge Thiele, die das Gelände der Bushaltestelle pflegt.

Planetals Bürgermeisterin Karin Commichau erinnerte an diese Jubiläen: 15. Geburtstag der neuen Kita, 15 Jahre Gemeinde Planetal und 790 Jahre Dahnsdorf. Sie gab einen geschichtlichen Abriss, erinnerte an die vergangenen Bürgermeister und an die Pflege von alten Bräuchen. Kita-Chefin Sandy Boldt bedankte sich bei Ortsbürgermeister Joachim Zobel und nahm ihm – statt eines Geschenks – ganz lieb in die Arme.

Das Fest wurde ausgiebig gefeiert. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Dahnsdorf holten gar Bänke und Tische nach, weil der Ansturm so groß war. Aus Niemegk waren, wie konnte es anders sein, die Partymacher dabei – Familie Bailer, Familie Schumann & Co. Sie hatten ihren Platz an der Theke, probierten die Dahnsdofer Bowle und anderes mehr. Hier ein paar Eindrücke vom tollen Fest in Dahnsdorf:

 

 

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