Glück und Pech beim Dorffest

NiemegkReporter

Der 5. Tag der Jeseriger und Niederwerbiger fand im Saal und im „Blauen Salon“ statt

Da war das diesjährige Dorffest mit der 680-Jahrfeier in der Presse so groß angekündigt und ist doch wegen des Dauerregens weit kleiner ausgefallen. „Da haben wir wirklich ganz doll Pech gehabt“, meinte Jerns Hinze am Sonnabend. Der Ortsvorsteher hatte den ursprünglichen Festtermin wegen der Einschulung der ABC-Schützen auf das jetzige Wochenende verlegt. Dann das – Regen, Regen, Regen. Wegen des Wetters und Krankheit sagten die Groß Marzehnser und Dahnsdorfer Treckerfahrer ab. Der Kremserfahrer kam ebensowenig wie der Hüpfburgbesitzer und Amrei Bauer ließ den einst von ihrer Mutter Annemirl bewohnten Künstlerhof geschlossen. „Und das Kegeln unter freiem Himmel haben wir auch abgeblasen“, sagte Jens Hinze.

Die Jeseriger und Niederwerbiger ließen sich die gute Laune nicht vermiesen. Dann findet die Feier eben im Saal statt. Seit fünf Jahren ist ehemalige Gaststätten-Saal wieder schick, die Einwohner hatten ihn etlichen Arbeitseinsätzen wieder hergerichtet, das 15-jährige Schattendasein beendet. Da die Musiker von „Ulfs Kleiner Blasmusik“ angekündigt waren, strömten die Gäste regelrecht. „Mit so viel Resonanz haben wir nicht gerechnet“, gestand dann auch Jens Hinze. Bis auf wenige Plätze waren alle Tische im Saal besetzt. Barbara Köppert pries das Kuchenbuffet an und reichte den Kaffee dazu.  Nebenbei verkauften Elian Hinze und Tochter Pauline im Oktoberfest-Dirndl Lose für die Tombola. Die Preise dazu hatten die Jeseriger und Niederwerbiger gespendet, um über die Einnahmen das Fest fianzieren zu können. „In der Gemeindekasse ist seit Jahren Ebbe, da müssen wir uns selbst helfen, um gemeinsam feiern zu können“, meinte der Ortsvorsteher. Der Feuerwehr- und Traditionsverein des Dorfes half freilich mit.

Der eine oder andere stand noch mit einem Bier am Tresen, da wagten andere schon einen Blick in den legendären „Blauen Salon“. Blaue Wandfarbe und ehemals blaue Gardinen gaben dem Zimmer einst den Namen, das zur DDR-Zeit als Jugendtreff diente. Am Sonnabend war es nach etwa 20 Jahren wieder zugänglich und diente für eine Fotoschau über vergangene Dorffeste. In dem Raum wurden Erinnerungen wach. Im „Blauen Salon“ sollen die Blauröcke der Freiwilligen Feuerwehr Niederwerbig ihr Domizil beziehen.  Bis dahin müsse noch der eine oder andere Handgriff getan werden, erklärte Barbara Köppert. Die Erneuerung des Fußbodens müsse ohnehin noch warten.

In der Zwischenzeit hatte Ulfs Kleine Blasmusik im Saal eine kleine Verschnaufpause eingelegt. Sie wurde von Jürgen Wagler genutzt, um an die Besiedlung des Flämings vor 850 Jahren durch die Flamen zu erinnern. Dazu wurden „echte“ Fläminger“ in holländischer Tracht begrüßt. Ihr Tanz fand beim Publikum viel Zuspruch. Später zeigten die Cammertänzer ihr Können. Und ob des schlechten Wetters hieß es später: „Wir haben Glück gehabt, es hätte schlechter sein können.“ Hier ein paar Eindrücke vom Dorffest, das im Saal stattfand:

 

 

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