Medewitzer Maurer bauen am künftigen Familienzentrum

NiemegkReporter

Die Medewitzer Bau GmbH ist der erste Handwerksbetrieb, der mit dem Bau des neuen Familienzentrums in Niemegk befasst ist. Im Gebäude des alten Hortes (ehemals kleine Schule) wurden in den vergangenen Wochen die Fußböden rausgerissen und teilweise der Putz und die Türen entfernt – es wurde grundsätzlich Baufreiheit geschaffen. Bei einer Begehung kündigte Bauamtsmitarbeiter Eike Schumann an,  dass am Nikolaustag der Betonmischer bestellt ist, um neuen Beton einzubringen.

Der Bau des Familienzentrums gilt zumindest in Teilen der Bevölkerung als „Prestigeobjektes“ des Amtes Niemegk, viele junge Familien begrüßen aber das Vorhaben sehr. Möglich wurde es erst, weil von der LAG Fläming-Havel eine erhebliche Fördergeldsumme bereitstellt wird. Als das klar war,  hatte die Stadt Niemegk die Trägerschaft für das Familienzentrum samt Gebäude in die Hände des Amtes abgeben. Somit ist das Amt Niemegk der Träger des Bauvorhabens, das mit stolze 440.000 Euro veranschlagt ist. Geplant war, dass der nötige Eigenanteil von 110.000 Euro aus dem Kreisentwicklungbudget gefördert wird, das Amt 30.000 Euro selbst trägt.

Zur Erklärung: Die Stadt Niemegk hatte jedoch zunächst die Förderung des Bauvorhabens Familienzentrum beantragt, um im Gebäude künftig der Institution „Awo-Familienzentrum“ eine dauerhafte Bleibe für seine Angebote wie Töpferkurse, Wollcafé, Nähkurse und Gesprächsrunden zu geben. Im Zuge der Planungen hatte sich Stadträtin Bärbel Schüler (BVB)  gegen das Projekt  gestellt, weil die Kommune schon genügend Kosten für den Erhalt von Schule, Kita, Hort, Freibad etc. habe. Stadtrat Hans-Joachim Urmann (Die Linke) war gar der Meinung, dass für 440.000 Euro sogar ein Neubau möglich wäre (hier der Beitrag).

Inzwischen alles Schnee von gestern. Die Medewitzer Bau GmbH schafft Tatsachen. Die Firma ist für die ganz groben Arbeiten zuständig. „Fußböden rausreißen, den Giebel hochziehen, das Mauerwerk trocken legen, neue Fußböden samt Estrich einziehen und Putzarbeiten“, zählte Eike Schumann auf. Derweil ist die Niemegker Dachdeckerfirma Dähne & Lucke quasi in den Startlöchern. „Vielleicht erlaubt das Wetter, dass noch in diesem Jahr mit den Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten begonnen werden kann“, sagt Eike Schumann. Man wird sehen!

Der Bauamtsmitarbeiter ist nach eigenen Aussagen darauf bedacht, dass die kalkulierten Baukosten für das Gebäude des künftigen Familienzentrums eingehalten werden (die Mehrkosten von 900.000 Euro für die Schulsanierung wirken nach). „Bei der Vergabe der bisherigen Gewerke sind wir im Kostenrahmen geblieben“, kostatierte Eike Schumann. Derweil werden schon die Ausschreibungsunterlagen für die Elektro- bzw. Heizung- und Sanitärarbeiten vorbereitet. Die Unterlagen sollen noch vor den Weihnachtsfeiertagen veröffentlicht werden. „Wir erhoffen uns, dass sich viele Handwerksbetriebe beteiligen. Über die Feiertage nimmt sich der eine oder andere Handwerksmeister mehr Zeit, um sich zu beteiligen“, meint der Amtsmitarbeiter. Am 17. Januar 2018 sollen alle Angebote auf den Tisch liegen, dann ist Submissionsende.

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Der Aus- und Umbau des Familienzentrums wird voraussichtlich bis ins IV. Quartal 2018 andauern. „Die Vergabe der einzelnen Gewerke wird nur schrittweise erfolgen, um die volle Kostenkontrolle zu behalten. Bei Abweichungen von den geplanten Kosten müsse wir reagieren können“, erklärte Eike Schumann.

Zum Projekt gehört auch, dass die B.O.S.S.-Schulküche mit einem stärkeren Stromanschluss für moderne Küchengeräte ausgestattet wird. Zudem wurde der Fußboden im Speiseraum saniert und ein barrierefreier Zugang geschaffen (Niemegk-bloggt berichtete hier).  Ebenfalls erledigt ist der Abriss des maroden Gebäudeteils, das einst das legendäre Schützenhaus war (Hier ist der alte Hort im März 2015 zu sehen, als er für die Schulsanierung umgebaut worden war).

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