Zimper-Wagen gab unter schwerer Last nach

NiemegkReporter

In Haseloff pflegen Jung und Alt den Fastnachtsbrauch / Fläming-Combo-Urgestein Alfred Argow war mit 83 Jahren mit dabei

Das Erinnerungsfoto am Fuße von Haseloffs Wahrzeichen, der Turmwindmühle, und direkt vor dem benachbarten Wohnhaus von Platzmeister André Nawrocki war beim  Zimpern am Sonnabend schon fast Pflicht. Dazu spielten die Musiker der Fläming-Combo die Annemarie-Polka. Es wurde getanzt, gelacht und ein Schnäpschen auf den schönen Fastnachtsbrauch hinter die Binde gekippt.

 „Jung und Alt sind beim Zimpern dabei, alle verstehen sich gut und sind mit Spaß dabei“, meinte Uwe Stahlberg. Mit seiner orangenfarbenen Jacke mimte er unübersehbar den närrischen Straßenwärter in der Fastnachtsgesellschaft.

Sie hatte sich am Morgen am Gasthaus „Zum Wachtelberg“ getroffen und war um 9.30 Uhr zum Umzug durch das Dorf gestartet. An den Haustüren spielte die Fläming-Combo ein Ständchen und die Platzmeister Marius Kolzenburg und Andrè Nawrocki juchten den Bewohner fröhlich entgegen. Gemeinsam wurde um eine milde Spende gebeten, damit beim Zickenfastnachten in einer Woche noch einmal für das leibliche Wohl gesorgt ist. Jens Kaiser sammelte mit der Zimperkasse auch Geld ein.

Die Haseloffer zeigten sich überaus spendabel. Der Handwagen mit den Gaben gab schon im Mühlenweg nach. Das linke Wagenrad hatte unter der Last von Bier-, Schnaps- Sektflaschen, Wurst und anderem mehr nachgegeben. Dabei ist der Handwagen erst beim dritten Zimpern im Einsatz, der einstige Kinderwagen war etwas standhafter. Egal. Überall wurde ausgelassen gefeiert. Die Musiker spielten ein Lied nach dem anderen. Mit dabei war Alfred Argow, das Urgestein der Fläming-Combo. Der 83-jährige Nicheler, der am Dienstag mit seiner Frau die Diamantene Hochzeit feiert, kommt seit ewigen Zeiten zum Zimpern nach Haseloff. „Dreizig Jahre sind es bestimmt. Ich kann mich nicht erinnern, dass Alfred ein Jahr gefehlt hat“, sagte Uwe Stahlberg.

Die Fläming-Combo stoppte im Mühlenweg vor fast allen Häusern. Bei Goldschmidts wurde etwas länger verweilt und Zimperkassenwart Jens Kaiser nutzte die Gelegenheit, mit Ines Goldschmidt ein Tänzchen zu wagen. Schaut selbst, so schön und bunt war das Zimpern in Haseloff:

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