Planungen zum neuen Wohngebiet verzögern sich

NiemegkReporter

Der Bauplan für das neue, kleine Wohngebiet „Am Weinberg“ wird längst nicht so schnell entwickelt, wie manch einer vielleicht erhofft hat. Möglicherweise wird das Vorhaben gar nicht umgesetzt. Im Beschluss vom September 2017 war festgelegt worden, dass der Bauplan von Januar bis Juli 2018 entstehen sollte. Insbesondere wollte sich die Stadt Niemegk auf ein vereinfachtes bzw. beschleunigtes und kostengünstiges Planungsverfahren stützen, das nur noch bis Ende 2019 angewendet werden kann (Grafik Amt Niemegk).

In Niemegk ist es aber anders. Auf Anfrage antwortete Thomas Griesbach, dass die Kommunalaufsicht des Landkreises Potsdam-Mittelmark (Aufsichtsbehörde der Kommunen) schon kurz nach der Beschlussfassung die Stadt Niemegk darauf verwies, dass sie hoch verschuldet ist und deshalb nur kommunale Pflichtaufgaben wahrnehmen darf. Freiwillige Aufgaben, zu denen die Entwicklung eines Wohngebietes gehöre, seien derzeit nicht statthaft.

„Wir müssen gegenüber der Aufsichtsbehörde versuchen darzustellen, dass die Entwicklung des neuen Wohngebietes für die Stadt eine Pflichtaufgabe ist“, sagte Thomas Griesbach weiter. „Das Wohngebiet soll langfristig Mittel zur Konsolidierung des Stadthaushaltes beitragen“, so der Stabsstellenchef für Gemeindeentwicklung im Rathaus Niemegk.

Derweil ist längst ein weiteres Problem ausgemacht. Wie Thomas Griesbach bestätigt, ist die Fläche des Wohngebietes von 0,67 Hektar und insgesamt 6 Grundstücken viel zu klein, um es bei voller Erschließung wirtschaftlich veräußern zu können. Deshalb wolle die Kommune nur Baurecht schaffen und auf eine komplette Erschließung vorerst verzichten.

Auch die Erschließung des Wohngebietes „Am Weinberg“ durch einen privaten Investor kommen kaum in Erwägung. Christian Pietrucha von der Christ-Cat-GmbH Niemegk schloss aus, dass sich ein solch kleines Wohngebiet wirtschaftlich rechnet. Dafür seien allein die Planungskosten schon viel zu hoch.

Hier können Sie den Bericht vom September 2017 nachlesen.

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