Den Zimperwagen mit Diebesgut „gekapert“

NiemegkReporter

„Acki“ Nitschke spannte zur Fastnacht in Jeserig und Niederwerbig an / Märchenhafter Umzug durch zwei Dörfer

In Niederwerbig-Jeserig wurde am Wochenende die Fastnacht ausgiebig gefeiert. Der Tanz am Sonnabend war sehr stimmungsvoll und wie Barbara Köppert berichtete, so wie es früher einmal war. Die Platzmeisterinnen Anne Störmer aus Niederwerbig und Laura Nichelmann aus Jeserig hielten natürlich das Zepter fest in der Hand. Sie waren für das reibungslose Antanzen zuständig und wurden dabei von Freunden unterstützt. Am Sonntag setzte sich die 27-jährige Anne und die 18-jährige Laura beim Zimpern an die Spitze des Umzuges der fröhlichen Leute.

Zuerst wurde von Haus zu Haus in Jeserig gezogen, dazu spielte die Boßdorfer Blaskapelle – ganz in gelb gekleidet. Nach gut eineinhalb Stunden wurde der zwei Kilometer lange Weg nach Niederwerbig angetreten. Pünktlich stand Hans-Joachim „ Acki “ Nitschke mit seinem Kremser parat, um die Platzmeisterinnen Anne und Laura und die Musikanten der Boßdorfer Blaskapelle auf sein Wagen zu laden. „Das ist Tradition. Ich spanne bestimmt schon 40 Jahre zum Zimpern aus Anlass der Fastnacht an. Erst kutschiere ich die Platzmeister und die Musiker und später die hübschen Frauen“, lachte Acki Nitschke. Selten lag zur Fastnacht in Niederwerbig-Jesrig Schnee, um den Pferdeschlitten anzuspannen. Die außergewöhnliche Kremserfahrt übernahm der Pferdehofbesitzer in Jeserig einst von Gerhard Wricke, der bestimmt ebenso lange den Fastnachtsbrauch pflegte.

Kurz nach 12 Uhr war die Fastnachtgesellschaft dann vollständig am Ortsschild Niederwerbig versammelt. Die Boßdorfer Bläser stärkten sich zunächst, bevor die hübschen Platzmeisterinnen den Umzug durch Niederwerbig anführten. Märchenhafte Gestalten mischten sich unter das närrische Volk.  „Ali Baba und die 40 Räuber“ hatten den Zimperwagen mit Diebesgut „gekapert“. Selbst Väterchen Frost in Rußland hatte Abgesandte aus dem Zauberwald nach Niederwerbig gesandt, die sogar aufs Ackis Wgen russische Weisen sangen. Allerlei andere Fabelwesen mischten sich unter das Narrenvolk. Mühlenfließ´Bürgermeister Jens Hinze hatte sich jedenfalls als drache verkleidert und hütete die Zimperkasse. Es wurde bis in den späten Nachmittag ausgelassen gefeiert. Hier die schönsten Eindrücke:

 

 

 

Getränke Höhne

Besuchen Sie uns (auch) im „Schaufenster des Flämings“ – Anzeige

Danke schön! Sie haben das bereits als Favorit markiert.
Keine Kommentare