Schellerter finden „Ölquelle“ in Brandenburg

NiemegkReporter

Niemegker haben mit niedersächsischen Freunden die 20-jährige Freundschaft in Raben gefeiert / Beide Partner haben sich etwas zu sagen

Mit einem großen Festakt haben Vertreter der  niedersächsischen Gemeinde Schellerten und des Amtes Niemegk am Wochenende im Gasthaus Hemmerling in Raben daran gedacht, dass vor 20 Jahren die gemeinsame Partnerschaftsurkunde unterschrieben worden ist. Von den weit gereisten Gästen überreichte Gemeindebürgermeister Axel Witte symbolisch eine Bank, deren wahres Exemplar einmal zwischen Rathaus und St-. Johanniskirche in Niemegk aufgestellt werden soll. „Das erste Gespräch dort wird ein Bankgeheimnis sein“, kommentierte Witte bei der Übergabe an Thomas Hemmerling. Schellertens Ratsvorsitzender August-Ludolf Ohlms überreichte handgestickte Schals der Freundschaft, u. a. an „Schlummermutti“ Hannelore Graber (Bericht zur Schlummermutti hier),  AD Günter Rockel i.R., Amtswehrführer Tino Bastian, Eckhard Zorn, Mario Hermann (Schützengilde), Michael Ritt, Thomas Griesbach, Thomas Hemmerling, Bürgermeister Hans-Joachim Linthe, Karin Commichau.

In zahlreichen Reden wurde an den Werdegang erinnert, wie die Freundschaft zwischen den Schellerter und Niemegkern entstand und über die Jahre gewachsen ist. Michael Ritt war es, der im 17.3. 1991 über seine Schwägerin Kontakt zu Schellertens Bürgermeister Heinrich Oelkers knüpfte. Später war es Günter Rockel, der dann die Kontakte auf Verwaltungsebene ausbaute. Günter Rockel erinnerte daran, dass erste, offizielle Treffen zum 110-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Niemegk stattfand. In der Folgezeit wurden gegenseitig Dorf- und Stadtfeste besucht, Vereinsjubiläen begangen. „Träger der Partnerschaft waren zu Anfang die Verwaltungen, später aber die Freiwilligen Feuerwehren in Schellerten und Niemegk sowie die Schützenvereine. „Sie hatten sich zu jeder Zeit etwas zu sagen“, stellte Günter Rockel fest.

Gemeindebürgermeister Axel Witte fand ebenfalls bewegende Worte, mit denen er die Partnerschaft beschrieb. Witte erinnerte an u.a. an Klausurtagungen beider Verwaltungen in Schellerten und Niemegk, an Feuerwehrtagungen oder die jährlichen Zeltlager der Jugendfeuerwehren. „Es waren Begegnungen von Menschen in Ost und West, in Brandenburg und Niedersachsen. Wer hätte das gedacht, dass sich unsere Freudnschaft so gut entwickelt“, meinte Axel Witte.

August-Ludolf Ohlms hat – wie bei vielen Treffen zuvor – immer eine besonders lockere Ansprache an die Niemegker gefunden. So erinnerte er auch diesmal an jene, die  die Suppe „eingebrockt haben“. Ohlms dankte Thomas Griesbach als „Manager der Freundschaft“ und erinnerte an eine Festansprachen zum Stadtfest in Niemegk, als ein Teppich offenkundig den Gummiwagen zusammenhielt, auf dem die Redner standen. Ohlms erwähnte auch Heinz Marthe, der als einstiger Stadtwehrführer Verdienste um die Partnerschaft erwarb, genauso Gemeindeehrenbrandmeister Clemens Hartmann, Alterskamerad Otto Brunke und andere mehr.

Gemeinsam wurde veresichert, die Freundschaft weiter wachsen zu lassen, da sich beide Seiten etwas zu sagen haben.

Am Sonnabendnachmittag weilte die über 30-köpfige Delegation aus Schellerten in Rädigke. Dort führten Fred und Florian Schulze vom Vorstand der Hoher Fläming e G die Gäste über das Betriebsgelände. Besichtigt wurden die Solaranlagen, die Trocknungsanlage, die Biogasanlage und die Ställe.  Mittelpunkt war freilich die Rapspresse, die eigentlich mal zur Produktion von Biotreibstoff für die Landmaschinen gedacht war. Heute nun produzieren  die Landwirte Rapsöl in verschiedenen Sorten. Die Schellerter staunten nicht schlecht über die „Ölquelle“ mitten im Fläming. Sie ließen sich das Raps-, Knoblauch-, Chili- und das jüngst preisgekrönte Sanddorn-Raps-Öl sichtlich schmecken. Anschließend „sackten“ die Schellerter das Öl förmlich ein, so dass Florian Schulze Nachschub besorgen musste. Da gibt es den Gästen nur eines zu wünschen: Wohl bekomms!

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