Brandenburger Elch narkotisiert und Sender verpasst

Redakteur

In der Gemeinde Mühlenfließ OT Schlalach wurde ein Elch gesichtet, der sich unter eine Rinderherde gemischt hatte. Um eventuelle Gefahren für die Herde auszuschließen wurde der Elch heute narkotisiert und an einen anderen Ort gebracht. Bei dieser Gelegenheit wurde dem Tier auch ein Sender angepasst, um zukünftig seinen weiteren Weg durch Brandenburg verfolgen zu können. Das steht in einer Pressemitteilung  des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (Foto: Torsten Fritz, Mitarbeiter der Unteren Jagdbehörde des Landkreises).

In Zusammenarbeit mit einem Tierarzt, welcher als ausgewiesener Experte in der Narkotisierung von Großtieren (Elche, Wisente) gilt, und der Unteren Jagdbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark wurde heute ein junger Elchbulle, der sich in Schlalach auf einer Koppel in einer Mutterkuhherde aufhielt, erfolgreich narkotisiert. Dies war notwendig, da die Gefahr bestand, dass der Elch beim Verlassen der Koppel den Weidezaun beschädigt und damit ein Ausbruch der Rinderherde zu befürchten war.

Wildbiologen der HNE Eberswalde hatten bei dieser Prozedur die Möglichkeit, dem Tier einen GPS Halsband-Sender anzulegen. Im Anschluss wurde der junge Elch aus der Koppel transportiert und gesund aber noch etwas schläfrig in die freie Wildbahn entlassen. Mit dieser Aktion ist es erstmals im Land Brandenburg gelungen, einen frei lebenden Elch mit einem Sender auszustatten. Die Wissenschaftler erhoffen sich so mehr über die Wanderbewegungen der in Brandenburg lebenden Elche zu erfahren.

In der vergangenen Woche konnten vermehrt Elche gesichtet werden; u.a. bei Jüterbog (Landkreis Teltow-Fläming), bei Klein-Marzehns (Landkreis Potsdam-Mittelmark) und bei Coswig (Sachsen-Anhalt). Es wird vermutet, dass es sich um dasselbe Tier handelt, welches nun einen Sender trägt. Elche gehören zum jagdbaren Wild, haben allerdings eine ganzjährige Schonzeit.

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