Burg Rabenstein wird offenkundig zum Sorgenkind

NiemegkReporter

Die Gemeinde Rabenstein/Fläming sorgt sich derzeit um die Vorgänge auf der Burg Rabenstein. Bürgermeister Ralf Rafelt hat in diesen Tagen – unter anderem auch während der Einwohnerversammlung in Groß Marzehns – offenkundige Probleme so umschrieben mit „die Meinungen gehen auseinander“. Seit einem Jahr hat die Familie um den Berliner Gastronom Christian Ebert den Burgfried von der Gemeinde gepachtet. Nach ersten Vorschusslorbeeren gibt es nun doch erste, kritische Töne.

Auf Verärgerung bei der Gemeinde ist jüngst die Tatsache gestoßen, dass das Amt Niemegk die Burg wegen Urlaub nicht nutzen konnte, als zusammen mit den niedersächsischen Freunden auf den seit 20 Jahren bestehenden Freundschaftsvertrag angestoßen werden sollte. Während der Feierlichkeiten im Gasthaus Hemmerling in Raben wurde dann doch eher humorvoll das Glas erhoben, weil es so noch einen Grund gibt, dass die Schellerter zu einem Besuch nach Brandenburg kommen.

Derweil haben auch Touristen, die in den vergangenen Wochen vor verschlossenen Türen der Burg Rabenstein standen, ihren Unmut formuliert.

 

Darüber hinaus hat die Gemeinde Rabenstein/Fläming eher mit Widerwillen zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Gastronomenfamilie den Vertrag für Informationsstube des Fremdenverkehrsvereines Niemegker Land aufgekündigt hat. Daher zog die Informationsstube nun ins Sozialgebäude des Campingplatzes Rädigke. „Ich hatte ja die Idee dort einen neuen Kindergarten zu etablieren“, sagte Ralf Rafelt am Sonnabend zu den 30 Groß Marzehnsern. Stattdessen soll nun der FVV zunächst für ein Jahr auf dem Campingplatz die Geschicke übernehmen, nach dem dort die Genossenschaft um Vorstandsmitglied Hendrik Hänig den Pachtvertrag zum Ende 2017 gekündigt hatte.

Indes scheint aber wieder Leben auf der Burg Rabenstein einzukehren. Am vergangenen Donnerstag wurde eine Reisegruppe aus Eberswalde im Rittersaal gastronomisch versorgt. Der Bus hatte nicht den ausgewiesenen Parkplatz benutzt, sondern war bis ans Tor des Burgtores gefahren. Nach unbestätigen Angaben soll im März wieder die Burg geöffnet sein. Die Redaktion hat diesbezüglich eine Anfrage gestellt, aber leider noch eine Antwort erhalten.

Der Arbeits- und Ausbildungsförderungsverein Potsdam-Mittelmark (AAfV) hatte 2016 überraschend seinen seit 1998 bestehenden Pachtvertrag für die Burg Rabenstein mit der Gemeinde vorzeitig zum Jahresende gekündigt. Er sollte ursprünglich bis 2031 laufen.

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