Fäkalabfuhr wird jetzt richtig teuer

NiemegkReporter

Gebühr für die Grundstücke mit Abwasserkanal wird leicht gesenkt

Wenn ab Mitte April die roten Lastwagen der Firma Borchardt aus Grubo vorm Haus vorfahren, um die abflusslosen Sammelgrube zu leeren, dann wird es richtig teuer. Die Mitglieder des Abwasserentsorgungsverbandes Niemegk haben auf ihrer jüngsten Sitzung zumindest für die mobile Entsorgung der Fäkalien eine drastische Preiserhöhung beschlossen. Der Preis für einen Kubikmeter Fäkalien auspumpen, abfahren und entsorgen steigt von bisher 5,60 auf 8,04 Euro.

In der Einwohnerversammlung in Groß Marzehns erklärte Ortsvorsteher Ralf Rafelt, dass er für sein Grundstück 330 Euro im Jahr mehr an Abfuhrkosten einkalkulieren muss. Der Grund für die drastische Preiserhöhung sei, dass die Firma den bisherigen Entsorgungsvertrag mit dem AEV aufkündigte. Bei der Neuausschreibung der Dienstleistung hätten sich nur zwei Bewerber beteiligt, die Firma Borchardt bekam daraufhin den Zuschlag. Ralf Rafelt meinte, dass sich die politischen Gremien im Amt Niemegk etwas einfallen lassen müssen, um der Kostenexplosion etwas entgegenzusetzen. „Denkbar ist die Zusammenlegung von Abwasserverbänden“, sagte der Ortsvorsteher. Matthias Räbiger appellierte, dass die mobil entsorgten Grundstücke und die kanalgebundenen Grundstücke eine Solidargemeinschaft bilden müssten, um solche unterschiedlichen Preise in der Abwasserentsorgung auszugleichen.

Im Abwasserentsorgungsverband wird die Mengengebühr für kanalgebundene Grundstücke ab Mitte April leicht gesenkt. Der Preis für die Mengengebühr ist dann 3,90 Euro je Kubikmeter, bisher waren es 4 Euro. Die Grundgebühr bleibt für alle gleich, 9,50 Euro/Monat.

Den Preisen liegt eine neue Gebührenkalkulation zu grunde.

Zur Info: Der Wasserpreis wurde unlängst von 1,92 auf 1,72 Euro/Kubikmeter gesenkt.

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