Dringend gesucht: Jugendhaupt – und Hilfsschöffen

Redakteur

Geeignete Personen sollen beim  Amtsgericht Potsdam/Landgericht Potsdam und beim Amtsgericht Brandenburg/Landgericht Brandenburg eingesetzt – Bürger können sich beim Landkreis melden – Bewerbungsfrist bis 15. April verlängert

Noch immer sucht der Landkreis Bürger, die in der neuen Amtsperiode vom 1. Januar 2019 bis 31.12.2023 als Jugendschöffen tätig sein möchten. Für die beiden Amtsgerichtsbereiche Brandenburg und Potsdam fehlen immer noch jeweils ca. 30 Jugendschöffen. Der Jugendhilfeausschuss erstellt in diesem Jahr Vorschlagslisten. Bürger aus dem Landkreis haben damit die Möglichkeit, ein verantwortungsvolles Ehrenamt im Sinne der demokratischen Mitwirkung der Bevölkerung bei Urteilsfindungen zu übernehmen. Das wird in einer Pressemitteilung des Landratsamtes mitgeteilt.

Die Bewerber dürfen nicht vorbestraft sein und sollten Erfahrungen im Umgang mit Jugendlichen haben. Außerdem müssen die Antragsteller älter als 25 und jünger als 70
Jahre sein!
Interessenten können sich schriftlich bis zum 15.04.2018 an folgende Adresse wenden:
Landkreis Potsdam-Mittelmark
Fachdienst Kinder/Jugend/Familie
z. H. Frau D. Richter
Niemöllerstraße 1
14806 Bad Belzig
Alternativ dazu können Sie telefonisch unter einer der folgenden Rufnummern 03327 – 739 316 (Hr. Kreissl) oder 033841 – 91 490 (Fr. Richter)
Ihre Bereitschaft erklären. Sie erhalten dann die entsprechenden Informations- und Bewerbungsunterlagen zugesandt.
Weitere Informationen zur Schöffenwahl finden Sie auf der Internetseite www.potsdam-mittelmark.de.

Wer kann Jugendschöffe werden?

Folgende Angaben und Vor aussetzungen müssen interessierte Bürgerinnen und Bürgerinnen mitbringen, die sich in die Vorschlagslisteneintragen lassen möchten:
Angaben:
1.) Familienname
2.) Geburtsname, wenn dieser anders als der Familienname lautet
3.) Vorname
4.) Geburtsort (bei kreisangehörigen Orten in der Bundesrepublik Deutschland mit Angabe
des Kreises, bei nicht in der BRD gelegenen Orten mit Angabe des Landes!)
5.) Geburtsdatum
6.) Beruf, (bei Bediensteten des öffentlichen Dienstes möglichst unter Angabe des
Tätigkeitsbereiches)
7.) Anschrift mit Postleitzahl, Ort, Straße und Hausnummer der vorgeschlagenen Person

Voraussetzungen
1.) man muss die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen
2.) man muss das 25. Lebensjahr vollendet haben und darf zum Beginn der Amtsperiode
nicht älter als 70 Jahre sein
3.) man muss seit einem Jahr in seiner Gemeinde wohnen
4.) man darf nicht wegen einer strafbaren Handlung zu mehr als sechs
Monaten Haft verurteilt sein
5.) und es darf keine gerichtliche Aberkennung öffentlicher Ämter
Vorliegen
6.) man muss die deutsche Sprache ausreichend beherrschen
7.) man darf nicht in Vermögensverfall geraten sein
Weitere Ausschlussgründe finden Sie in den § 34 Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) und §
44 a Absatz 1 des Deutschen Richtergesetzes.
https://www.schoeffenwahl.de/kommunen/rechtsvorschriften.html

Die Kandidaten sollten dabei einem Querschnitt durch die Bevölkerung nach Geschlecht,  Beruf, sozialem Status und Alter (eingeschränkt s. o.) entsprechen.
Alle gesellschaftlichen Organisationen, Parteien, Vereine, Verbände sind ebenfalls aufgerufen Kandidaten zu benennen, die aufgrund eines bestimmten
Vertrauensverhältnisses für dieses Amt geeignet sind.

Wie sollte ein Schöffe sein Amt ausfüllen?
Zu beachten ist bei der Kandidatenfindung, dass der zukünftige Schöffe motiviert und vorinformiert an seine Aufgabe herangeht und die Fähigkeiten mitbringt, über andere
Menschen zu richten. Schöffen brauchen keinerlei juristische Kenntnisse. Gesunder Menschenverstand, Berufserfahrungen , Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen in bestimmte Situationen und soziale Gegebenheiten, großes Verantwortungsbewusstsein, eine eigene Meinung vertreten aber auch die anderer würdigen können und vor allem auch Unvoreingenommenheit sind Eigenschaften, die ein Schöffe haben sollte. Als Nichtjuristen sollen sie ihre Lebenserfahrungen, ihre Wertevorstellungen, ihr
Rechtsbewusstsein in das Gerichtsverfahren einbringen, das dadurch ein Mehr an Lebens- und Gesellschaftsnähe gewinnt. Kurz gesagt: soziale und menschliche Kompetenz. Jugendschöffen sollten außerdem über Erfahrungen in der Jugendarbeit verfügen.

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