Läufer, Kröten und auch Schafe

NiemegkReporter

Beim 16. Dahnsdorfer Knochenlauf waren einige Hürden zu nehmen

Der 16. Knochenlauf in Dahnsdorf war am Sonntag die (sichere) Alternative zum Berliner Halbmarathon. Beide Wettbewerbe fanden annähernd zeitgleich statt, wobei der Lauf in der Hauptstadt von der Vereitelung eines angeblichen Terroranschlages überschattet war.

Da ging es in Dahnsdorf weit beschaulicher zu. Insgesamt 63 Sportler waren der Einladung des SV Planetals 06 gefolgt. Da hatten es offenkundig einige Läufer vorgezogen, in Berlin teilzunehmen – im Vorjahr wurden hierzulande noch 105 Starter gezählt. Dennoch konnten beim Dahnsdorfer Knochenlauf – Namen gebend ist die Knochenform der Strecke aus der Vogelperspektive gesehen – auch ein paar Starter aus Brandenburg a. d. H. und Potsdam begrüßt werden. Fast alle Läufer – außer Kinder – mussten sich mit widrigen Umständen auf der Strecke einstellen. Ein Baum war wegen Sturmbruch zu „umschiffen“, auf der Chaussee bei Werdermühle querten zugleich auch verliebte Kröten die Straße und Verletzungsgefahr bestand, weil Forstfahrzeuge im Planetal ausgeschilderte Wanderwege stark zerfahren hatten.

Die „Königsklasse“ des hiesigen Wettbewerbes, der gleichzeitig als Lauf zum LVM-Cup ausgeschrieben ist, ging an Lukas Hehne. Der Nachwuchs-Läufer absolvierte die 11,4-Kilometer-Distanz in 46,36 Minuten (Vorjahressieger 2017/16 44:21 bzw. 44,12). Bei den Frauen nahm erneut Alexandra Wieland aus Bad Belzig den begehrten Siegerknochen entgegen. Sie verbesserte ihre persönliche Bestezeit um 1,66 Minuten auf 53:56. Herzlichen Glückwunsch!

In der Distanz über 3,8 Kilometer wurde Lokalmatador Christian Hoffmann (SV Planetal) gefeiert. Er war 14:10 Minuten auf der Strecke, gefolgt von Jannes Wernicke (MBSV Belzig) mit 14:26 und vom Vorjahressieger Philip Chirpinski vom VfL Brandenburg mit 14:57.  Bei den Frauen hatte Nelly Borgwardt (SG Damelang) mit 17:45 Minuten die Nase vor, ganz zum Stolz von Vater Dibo (Dirk Borkwardt). Auf die Plätze kamen Lea Granat (Nichel) mit 19:35 Minuten und Celina Labitzke (SG Fredersdorf) mit 19:53.
Bei den Walkern gingen die Vorjahressieger erneut ins Rennen und entschieden den Lauf für sich. Bei den Frauen war Barbara Müller (Wusterwitz) mit 1:01:17 Stunde (Vorjahr 1:2:19) erfolgreich. Horst Piet vom Kanuverein Brandenburg an der Havel überschritt die Zielgerade nach 57:21 Minuten (Vorjahr 55:45 Minuten).
Artur, Anna und Martha waren die Jüngsten beim 16. Dahnsdorfer Knochenlauf. Sie gingen vor dem eigentlichen Wettbewerb auf die 400-Meter-Strecke. Als Zeitnehmer notierten Jaennette Raibar und Bernd Wernicke als Sieger: Artur Schwarz aus Brück von Anna Wernicke und Martha Wernicke (beide SV Planetal). Für sie und andere Kinder mehr gab es ein ganz kleines Show-Programm am Rande des Wettbewerbes. Thomas Hemmerling zeigte seine Schafherde mit Lämmchen, die der Hobby-Züchter regelmäßig durch Dahnsdorf führt und für Aufsehen im Straßenverkehr sorgt.
Die Siegerehrung nahmen Planetals Gemeindebürgermeisterin Karin Commichau und Gerd Maskow vor. Der Vorsitzender des SV Planeatal 06 dankte allen Läufern  für die
die sportlichen und fairen Leistungen. Dank der Unterstützung von Sponsoren konnten neben einer Urkunde auch kleine Präsente überreicht werden. Die Sieger nahmen die symbolträchtigen Knochen als Backwerk der Bäckerei Gericke in Bad Belzig entgegen. Präsente kamen vom Autohaus Heinrich & Zobel in Dahnsdorf, Sachspenden vom nahkauf Andrea Creutzburg in Niemegk und eine Geldspende von der LVM-Versicherungsagentur Ina Wachsmuth in Bad Belzig. „Wir danken unseren Sponsoren und finden es ganz toll, dass sich die Unternehmen bereit erklärten, den Sport in unserer Region zu fördern“, sagte Gerd Maskow.
Bei der Vorbereitung und Durchfürung der Laufveranstaltung hatte der SV Planetal 06  diesmal viele Ersthelfer aus dem Verein. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Dahnsdorf sicherten in bewährter Weise die Strecke ab. Ein Dank geht auch an Beatrice Hemmerling, die seit Jahren den Knochenlauf mit der Kamera begleitet und Fotos vom Lauf 2017 zur Mitnahme für die Teilnehmer bereitstellte.
Gerd Maskow kündigte schon mal an: Es wird den 17. Knochenlauf 2019 geben! Davor gibt es allerdings den 9. Paradieslauf am 22. April 2018 in Dippmannsdorf (Anmeldung hier)!
Die Ergebnisse des Knochenlaufes 2018 gibt es hier im Einzelnen, Walking Männer, Walking Frauen, 400 M Kinder, 11,4 Kilom. Männer, 11,4 Kilom. Frauen, 3,8 Kilom. Männer, 3,8 Kilometer Frauen. Allen herzlichen Glückwunsch!
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