Zerstückelte Litfaßsäule droht die Entsorgung

NiemegkReporter

Die Standhaftigkeit der einen von insgesamt zwei Niemegker Litfaßsäulen ist schon längere Zeit nicht mehr gegeben. Zumindest die Säule vor der Robert-Koch-Apotheke war in den vergangenen Monaten gefühlt mehr demontiert, als dass sie sich als Plakat- und Werbeanlage präsentierte. Ein unterirdischer Versorgungsleitungs-Knotenpunkt am Standort ist Schuld, dass die Säule immer wieder zu Fall gebracht wurde. Dann längere Zeit liegen blieb, und nun immer noch in Einzelteilen zerlegt am Rande des Schützenplatzes ein nutzloses Dasein fristet.

Da erging es der Schwester, der Litfaßsäule vor dem Wohnblock in der Großstraße 56-58, etwas besser. Zumindest ihre Standfestigkeit war weit besser gegeben. Dennoch wird der Betonklotz eher selten als Werbe- und Plakatwand genutzt. Und schon droht auch ihm Ungemach. Denn wie es während der Stadtverordnetenversammlung hieß, sei es unklar, ob die Litfaßsäule auf Privatgelände stehe. Wenn sich der Verdacht bestätigt, müsste sie auf öffentliches Gelände umgesetzt werden.

Im Bau- und Wirtschaftsausschuss der Stadt hieß es diese Woche, dass die gestückelte Litfaßsäule besser entsorgt werden sollte, weil sie nicht ansehnlich sei. Doch wenig später erhob Ines Maager vor den Stadtverordneten ihre Stimme. „Wir dürfen nirgends plakatieren“, argumentierte Ines Maager. Der Standort am Schützenplatz sei ideal, weil sie dort von vielen Leuten wahrgenommen werde. Immerhin würden sich dort die Wege zur Kita, zum Freibad, zur Schule und zum Hort kreuzen, bald befinde sich auch das Familienzentrum in der Nachbarschaft.

Die Stadtverordneten vertagten daraufhin den Beschluss, mit dem über das Schicksal der zerstückelten Litfaßsäule entschieden werden soll. Die Amtsverwaltung soll Alternativen zu anderen Werbemöglichkeiten vorschlagen. Im Jahre 2010 hatte Unternehmer Christian Pietrucha die  beiden Säulen angeschafft und in Absprache mit der Stadt aufstellen lassen. Die Kommune übernahm die Werbeanlagen, aber die Genehmigung zur Plakatierung erteilte der Unternehmer.

Was sagen die Niemegker? Braucht die Stadt die Litfaßsäulen?   (bitte die Kommentarfunktion nutzen)

Potteria

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